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Eine Tätowierung (altdeutsch: Tatauierung) ist ein Bild (oder Text), das mit Tinte oder anderen Farbpigmenten in die Haut gezeichnet wird. Heute wird die Farbe (wir verwenden dazu ausschließlich deramatolg. getestete vom GA zugelassene Tätowierfarben) in der Regel mit Hilfe einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln (je nach dem gewünschten Effekt) unter die oberste Hautschicht gestochen. Neben dieser Technik des Tätowierens existieren noch viele weitere Möglichkeiten, dauerhafte Hautzeichnungen herzustellen. Zu nennen wäre hier beispielsweise das Einschneiden der Haut und ein Einreiben der Wunde mit Tinte, Asche oder sonstigen farbgebenden Stoffen. Die Eskimos hingegen zogen mit Farbe getränkten Faden unter der Haut hindurch, um eine dauerhafte Zeichnung zu erhalten. Die wohl bekannteste Form der unfreiwilligen Tätowierung, die auf dem gleichen Prinzip beruht, ist die so genannte "Schmutztätowierung". Ganze Generationen von Fußballer(Innen) tragen zeitlebens Aschepartikel unter der Haut ihrer Knie, die bei einem Sturz durch die Schürfwunde in die Haut gelangten.
Auch wenn die Etymologie eher unklar ist, so kann davon ausgegangen werden, dass das deutsche Wort Tätowieren bzw. das eingedeutschte Tattoo und seine Vorläufer ihren Ursprung vom Tahiti-Wort tatau haben. Ein nachvollziehbarer Grund dafür, warum sich dieser Begriff, zumindest im englischen Sprachraum, relativ schnell durchsetzen konnte, ist möglicherweise der Umstand, dass es ein exakt gleichlautendes Wort schon seit der Mitte des 17. Jahrhunderts in der englischen Militärsprache gab. Mit diesem Wort bezeichnet man bis heute den militärischen Zapfenstreich. Diese Vermutung wird dadurch bestärkt, dass in England, neben dem zunächst gebräuchlichen tattaw, der Begriff tattow verwendet wurde, der sich dann zu tattoo umbildete und bis heute ausschließlich benutzt wird. Berücksichtigt man nun weiterhin, dass es in England zunächst überwiegend Soldaten waren, die sich tätowieren ließen, erscheint die oben formulierte Erklärung durchaus schlüssig. Im deutschen Sprachraum existierten lange Zeit die Begriffe Tatauieren und Tätowieren nebeneinander, bis sich schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Bezeichnung Tätowieren endgültig durchsetzte.


Es kann davon ausgegangen werden, dass wahrscheinlich jede Ethnie der Erde zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Entwicklung die Sitte des Tätowierens kannte und ausübte.
Strittig ist hingegen, wo sich die Tätowierung schwerpunktmäßig entwickelt hat. Immer wieder wurde versucht, die Tätowierung vom Ursprung her einem bestimmten geographischen Gebiet zuzuordnen.
Die ältesten Belege für das Vorkommen von Tätowierungen stammen aus dem europäischen Raum.
Dieser Umstand scheint die häufig anzutreffende These, dass die Sitte des Tätowierens ursprünglich aus dem sudwestasiatischen Raum stammt, sich von dort über Ägypten nach Polynesien und Australien ausgebreitet hat und schließlich nach Nord- und Südamerika weitergetragen wurde, zu widerlegen. Entgegen einer Vielzahl von Theorien, die allesamt versuchen, den Ursprung der Tätowierung in einen bestimmten geographischen Raum zu pressen, kann anhand der vielfältigen und über den ganzen Erdball verstreuten Hinweise davon ausgegangen werden, dass sich die Sitte des Tätowierens bei den verschiedenen Volkern der Erde selbständig und unabhängig voneinander entwickelt hat.In seiner rituellen Bedeutung ist es zumeist in Mikronesien, Polynesien, bei indogenen Bevölkerungen und z.B. auch den Ainu und den Yakuza (Japan) verbreitet.


Eine "Basismaschine" wurde von Thomas Alva Edison erfunden und in den Vereinigten Staaten im Jahre 1876 patentiert.

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