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Der neuseeländische Mythos weicht von den anderen ab und hebt besonders die Tatauierung des Gesichts hervor. Diese Art des Schmuckes fehlt in den anderen Regionen ganz. Als Grund hierfür kann sicherlich der Lebensraum der Maori benannt werden. Das kühle, veränderliche Klima hatte zur Folge, dass die Maori in lange Hanf- und Federmäntel gehüllt waren und sich somit die Tätowierung auf das Gesicht konzentrierte. Der Schmuck "ta moko" - "Eidechse" genannt scheint unpassend. Jedoch besitzt die Eidechse in der Mythenpoesie der Maori dämonische Macht und ist ein todverkündendes Ahnentier, das bei unerwarteter Begegnung selbst die Mutigsten erzittern ließ.
Die Herkunft der Tatauierung wird wie folgt erklärt: Der göttliche Tatauiermeister Uetonga, ein Enkel des Erdbebengottes, lebt in der Unterwelt. Seine Tochter Niwareka verheiratete sich mit Mataora aus der Oberwelt. Nach heftigen Streit des Paares verließ Niwareka ihren Mann und ging zurück in die Unterwelt. Ihr Mann folgte ihr nach und stieß auf Uetonga, der ihm seine bereits bestehende Tätowierung des Gesichts als Pfuscharbeit aus dem Gesicht wischte und ihm ein wahres Moko tatauierte. Unter Schmerzen rief Mataora seine Frau, die ihn anhand seiner Klagen erkannte und herbeieilte ihn zu heilen. Danach gingen Mataora und seine Frau wieder zurück in die Oberwelt. In Zukunft sollte das Tor zur Unterwelt verschlossen bleiben, sodass kein Mensch mehr hinabsteigen könne.
So wird die Herkunft der Tatauierung als aus der Unterwelt stammend und göttlich erklärt. Mataora, der fortan in der Oberwelt lebte, lehrte die Menschen die Kunst des wahren Tatauierens.

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